Ausflugsziele
Die Ausflugsziele in Stormarn PDF Drucken

Vielen, vielen Familien geht es so: Man sitzt am Sonnabend- oder Sonntagmorgen am Frühstückstisch, draußen scheint die Sonne vom blauen Himmel und man beschließt spontan, einen Ausflug zu unternehmen. Man weiß: Dutzende von lohnenden, interessanten Zielen sind ganz in der Nähe. Aber dieses eine Ziel, das man heute ansteuern könnte, gerade dieses Ziel fällt einem einfach nicht ein. All denen, die sich nicht entschließen können, will RUNDUM eine Hilfe geben. Im Umkreis von gerade einmal 20 Kilometern von Ahrensburg sind auf der umstehenden Karte 30 tolle Ziele genannt, bei denen sicherlich einige dabei sind, für die man die Familie „unter einen Hut“ kriegt. Stormarn – ein großes Abenteuerland. Da gibt es Ausflüge in die Vor- und jüngere Geschichte, zur Natur pur, zu Museen und Schlössern, Herrenhäusern, Seen und Flüssen ebenso wie zu verträumten Dörfern. Die Karte und eine kurze Beschreibung des Ortes machen es Ihnen leicht, sich zu entscheiden. Stormarn wartet darauf, entdeckt zu werden.

1. Das Museum Rade
zeigt die Sammlung des Schriftstellers und Völkerkundlers Rolf Italiaander. Zu sehen ist volkstümliche Kunst aus aller Welt. Ein Schwerpunkt sind Masken, Skulpturen und neue Kunst aus Afrika und dem Pazifikraum. Weitere Abteilungen zeigen eine umfangreiche Sammlung aus Bali und aus dem übrigen asiatischen Raum, aus Lateinamerika, sowie Werke zeitgenössischer Künstler und deutsche und europäische Naive. Rolf Italiaander eröffnete 1970 zusammen mit seinem Partner, Hans L. Spegg, das Museum Rade im Naturpark Oberalster. 1983 errichteten beide die „Sammlung Rolf Italiaander/Hans L. Spegg“. Die darin zusammengefassten mehr als 2.000 Bilder, Skulpturen und Kunstobjekte fanden 1987 in einer Gründerzeitvilla in Reinbek ein neues Domizil.

 

2. Das Schloss zu Reinbek
wurde von 1572–1576 von Herzog Adolf I. von Schleswig-Holstein- Gottorf im Stil der niederländischen Renaissance als repräsentativer Bau in unmittelbarer Nachbarschaft zu den Hansestädten Hamburg, Lübeck und Lüneburg erbaut. Von 1647-1874 war es Sitz der herzoglichen bzw. königlich dänischen Amtmänner und des preußischen Landrates. Ende des 19. Jahrhunderts wurde es verkauft und unterschiedlich genutzt. Von 1977–1987 wurde es mustergültig restauriert und dient seither als Kultur- und Kommunikationszentrum für die Einwohner der Region.

3. Der alte Bahnhof von Friedrichsruh
ist heute Sitz der Otto-von-Bismarck-Stiftung und beherbergt dort neben einer öffentlich zugänglichen Bibliothek sowie Seminar- und Arbeitsräumen, als Kernstück eine moderne Dauerausstellung zum Thema „Otto von Bismarck und seine Zeit“. Das Museum der Familie v. Bismarck findet sich gegenüber dem Schloss. Sehenswert ist auch der Garten der Schmetterlinge, ein Schmetterlingszoo, den die Familie von Bismarck in einem Teil des Schlossparks eingerichtet hat.

4. Mühlenmuseum Glinde
Ende der 70er-Jahre war die Mühle so verfallen, dass sie beinahe abgerissen worden wäre, doch sie wurde 1979 unter Denkmalschutz gestellt. 1981 erwarb sie die Stadt und sorgt seitdem für ihren Unterhalt. Die etwa 200 Mitglieder des Heimat- und Bürgervereins setzten sie instand und betreiben ehrenamtlich das Museum. Außerdem befinden sich dort Ausstellungsstücke des Heimatmuseums, das die Mühle ebenfalls beherbergt: Küchen und Werkstätten aus früheren Zeiten, Kornsäcke und Wäsche, alte Radiogeräte.

5. Braaker Mühle
Die tägliche Besichtigung dieser einzigen vollständig erhaltenen Windmühle im Kreise Stormarn wird vom Verein angeboten und beinhaltet eine fachkundige Erläuterung der Technik und des Kornmahlens durch den Müller des Vereins. Dieses wird jährlich von über 3.000 Schülern genutzt. Auch etwa 1.000 Erwachsene besichtigen die Windmühle einzeln oder in Gruppen. Jeweils am Pfingstmontag beteiligt sich der Verein Braaker Mühle e. V. mit Führungen und Rahmenprogramm am „Deutschen Mühlentag“. Im eigens dafür vom Verein eingerichteten Mühlenladen sind Mühlenprodukte, z.B. Mühlenbrot, Mühlenbrötchen, Vollkornmehle und -schrote, verschiedenste Körner und Backzutaten erhältlich.

6. Die Wassermühle Trittau
ist seit Abschluß umfangreicher Renovierungs- und Sanierungsarbeiten im Jahre 1992 das örtliche Kulturzentrum der Gemeinde Trittau. Die ehemaligen Kontorräume im Erdgeschoß wurden zu Ausstellungsräumen. Dort haben bildende Künstler/ innen der Gegenwart Gelegenheit, ihre Werke einer breiten Öffentlichkeit zu präsentieren. Dabei unternimmt die Künstlerinitiative Stormarn auf Veranlassung der Gemeinde die Auswahl der Künstler/innen. Die wenigen ebenfalls hier stattfindenden Ausstellungen bilden dazu einen interessanten Kontrast.

7. Skulpturenpark
Die ersten Skulpturen wurden 1987 auf Anregung eines Fördervereins im Nortorfer Landschaftspark aufgestellt. Die Stadt Nortorf, zwischen den beiden holsteinischen Naturparks gelegen, hat zur Verwirklichung erhebliche Mittel aufgewandt und damit ein kulturelles Zentrum mit großer Ausstrahlung geschaffen. Heute umfasst die Sammlung 23 Skulpturen und Plastiken. Sie bietet einen repräsentativen Querschnitt namhafter schleswig-holsteinischer Bildhauer, wie er sonst wohl nirgendwo in der Öffentlichkeit zu sehen ist. Neben dem Skulpturenpark bietet das angrenzende Bellerbektal reizvolle Wanderwege in der schönen Umgebung des Ortes.

8. Schloss Ahrensburg
Das Schloss wurde Ende der 1570er Jahre bis 1585 von Peter Rantzau errichtet. Von der Mitte des 18. Jahrhunderts bis in die 30er Jahre des 20. Jahrhunderts befand sich das Anwesen im Besitz der Grafen Schimmelmann, die das Schloss in wesentlichen Teilen umgestalten ließen. Seit 1955 gehört das Schloss als Museum der schleswig-holsteinischen Adelskultur zu den Hauptsehenswürdigkeiten des Landes und präsentiert mit einer umfangreichen Mobiliar-, Porzellan- und Gemäldeeinrichtung einen Teil der Landesgeschichte.

9. Haus der Natur
Im Ahrensburger Stadtteil Wulfsdorf steht das Haus der Natur. Es ist Sitz des Seevogelvereins Jordsand, der gerade sein 100jähriges Bestehen gefeiert hat. Der Verein betreibt zahlreiche Schutzgebiete, vor allem an der Nord- und Ostsee. Loki Schmidt ist eine engagierte Förderin des Vereins. Im Hause gibt es ständig interessante Natur-Ausstellungen. Auch lohnt sich ein Spaziergang durch den großen Park, in dem das Haus liegt, ein Naturlehrpfad windet sich durch Wald und an Teichen vorbei.

10. Stormaner Dorfmuseum
Es befindet sich seit 1978 in dem historischen Bauernhaus „Am Thie“, das im Jahre 1750 von dem Hugenotten Duvier als Dorfschmiede errichtet worden ist. Mit seinem reichhaltigen Inventar bietet es den Besuchern vielfältige Einblicke in das dörfliche Leben, wie es sich vor dem Einzug des Technischen Zeitalters in Stormarn abgespielt hat. Im Mittelpunkt der Präsentation stehen daher die Sammlungen volkstümlicher Arbeits- und Wirtschaftgeräte aus Landwirtschaft, Hauswirtschaft und Handwerk.

11. Museum Bargteheide
Der Grundstein für die „Orts- und Volkskundliche Sammlung Bargteheide“ wurde 1970 im Rahmen einer historischen Ausstellung zur Stadtwerdung gelegt. Hieraus entwickelte sich das aufgrund zahlreicher Stiftungen von Bürgern inzwischen gut bestückte Museum, das in der Stadtmitte direkt an der B 75 liegt. Neben ortsgeschichtlich bedeutsamen Archivalien und Sammlungsgegenständen wird die Arbeits- und Lebensweise der Menschen in der Region vor dem Umbruch von der Handarbeit zur maschinellen Fertigung gezeigt; ein Schwerpunkt liegt auf der Flachsbearbeitung. Geöffnet immer sonntags von 16.00 bis 18.00 Uhr und nach telefonischer Absprache mit Frau Griese unter der Rufnummer 0175/9381238.

12. Schloss Tremsbüttel
Erst dänischer Amtssitz, dann Jagdschloss und Dichteridyll, heute exklusives Hotel mit Tagungszentrum. Die Geschichte von Schloss Tremsbüttel ist ebenso abwechslungsreich wie seine Gäste, zu denen unter anderem der Dichter Matthias Claudius und die Philosophen Friedrich Klopstock und Wilhelm von Humboldt gehörten. In den 70er Jahren entdeckte der Jet Set das Schloss: Die Beatles, die Rolling Stones und Sophia Loren schliefen in „ihrem“ Schloss - abgeschieden von den Teleobjektiven der Paparazzi. 1996 hat die Unternehmerin Silke Strathmann das Schloss liebevoll restaurieren lassen und es um ein modernes Tagungshotel erweitert. Führungen nach Absprache. Tel. 04532/2640.

13. Landwirtschaftsmuseum Rickert
Etwa 1.000 Quadratmeter Ausstellungsfläche hat Klaus Rickert für sein privates Landwirtschaftsmuseum in Elmenhorst ausgebaut. Dort sind zahllose Werkzeuge und Geräte zu sehen, die früher zum bäuerlichen Leben gehörten. 1980 hatte Klaus Rickert sich ein kleines Grundstück gekauft und darauf den ersten Ausstellungs- Schuppen gebaut. Gegenstände aus der Landwirtschaft gesammelt hat der heute über 65-Jährige aber schon seit seinem achten Lebensjahr. Weitere Grundstücks-Zukäufe und mehr als zehn weitere Schuppenbauten folgten. Inzwischen sind die Exponate schon lange nicht mehr zählbar. Bestimmt zu jeder Tätigkeit auf dem Dorf gibt es eine sauber geordnete Abteilung: Werkzeuge des Landwirts zum Pflügen, Hacken, Säen. Führungen nur nach telefonischer Absprache. Tel. 04532/7624.

14. Barockpark Jersbek
Wer den Stormarnweg von Grabau Richtung Bargteheide wandert, gelangt hinter dem Wald bei Jersbek auf eine vierreihige Lindenallee. Nach 500 Metern kerzengeraden Verlaufs öffnet sich ein Rondell aus Linden, gefolgt von einer Freifläche mit schönen Solitärbäumen. Rechteckig geschnittene Hecken lassen spätestens hier ahnen: Hier muss einmal ein Park gewesen sein - der Jersbeker Barockpark. Ein Kupferstich von 1747 zeigt, wie er einmal ausgesehen hat: Ein gutes Stück größer war er, bezog jetzige Ackerflächen mit ein. Teiche und Springbrunnen muss es gegeben haben, Zierbeete, Blumenrabatte, vergoldete Statuen, ein zweigeschossiges Gartenhaus „Maison de plaisance“. Heute noch erhalten ist das Torhaus von 1678, zu dem unser Wanderer schließlich gelangt.

15. Die Mennokate in Bad Oldesloe
Fast verwunschen liegt sie da, inmitten eines gepflegten Gartens, nur wenige Meter abseits der Kreisstraße nach Bad Segeberg: die Mennokate, das über 450 Jahre alte Haus, in dem der Kirchengründer Menno Simons die letzten sechs Jahre seines Lebens gearbeitet und seine Druckmaschine betrieben hat. Seit 1999 wird das Haus von Dietrich Janzen und seiner Frau Karin bewohnt. Das mennonitische Ehepaar pflegt das Haus und empfängt Besucher. Regelmäßige Öffnungszeiten gibt es nicht. „Wenn jemand von uns da ist, ist immer geöffnet“, sagt Dietrich Janzen. Dennoch empfiehlt sich eine telefonische Anmeldung unter der Rufnummer 04531/800767. Zwei Räume des Hauses sind als Museum ausgestaltet. Dort gibt es zahlreiche Schriften zum Leben und Wirken Mennos, zum Beispiel sein Buch „Das Fundament“ in einer Ausgabe von 1853, ferner eine 200 Jahre alte Lutherbibel und eine niederländische Bibel von 1773, deren Psalter mit Noten versehen ist. Wandtafeln zeigen die Reisen Menno Simons‘ auf.

16. Hahnheide bei Trittau
Die Hahnheide ist eine bewaldete Moränenlandschaft östlich von Trittau (Kreis Stormarn) in Schleswig-Holstein. Im Mittelalter war die Hahnheide, der Name bedeutet „Hohe Heide“, noch mit dem Sachsenwald verbunden. Durch die wirtschaftliche Nutzung bis 1821 schrumpfte der Waldbestand immer mehr zusammen. Mitte des 19. Jahrhunderts wurde mit der Wiederaufforstung begonnen, so dass heute wieder 95% der Fläche bewaldet sind. Das Gebiet wurde 1938 unter Naturschutz gestellt.

17. NSG Stellmoorer Tunneltal
Im Grenzbereich zu Schleswig-Holstein an Hamburgs nordöstlichem Stadtrand kann der Besucher eine eindrucksvolle und abwechslungsreiche Hügellandschaft bewundern. Bei einem Spaziergang wird er sich vor allem an der weiträumigen Offenlandschaft, die dem Gebiet einen steppenartigen Charakter verleiht und umgeben von alten Baumbeständen ist, aber auch an den Bachläufen des Stellmoorer Quellflusses und der Wandse mit ihren Niederungen erfreuen können. Diese Landschaft ist jetzt großräumig vor Veränderungen geschützt.

18. Tangstedter Moor
Das Wittmoor ist ein Hochmoor im Nordwesten Hamburgs an den Stadtteilen Duvenstedt und Lemsahl-Mellingstedt; es erstreckt sich bis nach Glashütte, einem Ortsteil von Norderstedt in Schleswig-Holstein. Es wurde bis 1958 zur Torfgewinnung genutzt, ist jetzt ein Naturschutzgebiet. Auf dem Damm der alten Lorenbahn führt ein Wanderweg durch das renaturierte und aufgestaute Hochmoor. Entstanden ist das Wittmoor durch eine Ausschürfung einer Gletscherzunge in der Weichsel- Eiszeit.

19. Nienwohlder Moor
Wenn Sie die Bahntrassenstrecke der EBO (Henstedt-Ulzburg-Sülfeld) wählen, durchradeln Sie das Naturschutzgebiet „Nienwohlder Moor“. Im Nienwohlder Moor ist es sehr einsam, weit und breit kein Mensch, ein Paradies für Bussarde, Falken, ja sogar den Kranich und mehr als 20 Libellenarten. Dort sollte man auf keinen Fall den Weg verlassen, denn ein unfreiwilliges „Moorbad“ kann lebensgefährlich sein.

20. Sachsenwald bei Wohltorf
Der Sachsenwald liegt östlich von Hamburg – bereits überwiegend im Kreis Herzogtum Lauenburg - und zu einem kleinen Teil im Kreis Stormarn. Er stellt mit knapp 70 km2 Schleswig-Holsteins größtes zusammenhängendes Waldgebiet dar. Er ist gemeindefreies Gebiet. Er wurde Otto von Bismarck am 24. Juni 1871 zum Geschenk gemacht in Anerkennung seiner Verdienste um die Reichsgründung von Kaiser Wilhelm I. und befindet sich heute noch überwiegend im Besitz seiner Nachfahren. Im Jahr 2003 erwarb der Reeder Eberhard von Rantzau ein Drittel des Sachsenwalds von der Familie von Bismarck.